Auftragsverarbeitungsvertrag für die Shopify-App „EuroKonform“
Stand: 26. Oktober 2026
Vertrag über die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag nach Art. 28 DSGVO
zwischen dem Händler, der die App „EuroKonform“ in seinem Shopify-Shop installiert hat („Verantwortlicher“ bzw. „Händler“),
und der
dropprinters GmbH
45. Etage T1, Große Gallusstraße 14
60315 Frankfurt am Main, Deutschland
Amtsgericht Frankfurt am Main, HRB 138475
vertreten durch die Geschäftsführer Edgard Zanovskiy und Lorenz Milz
(„Auftragsverarbeiter“ bzw. „dropprinters“).
Dieser Vertrag ist Bestandteil der Nutzungsbedingungen. Der Händler nimmt ihn in den Einstellungen der App an; EuroKonform speichert dabei Zeitpunkt, Fassung des Vertrags und die Kennung der Person, die ihn im Shopify-Admin angenommen hat. Ohne Annahme erstellt EuroKonform keine Rechnungen und verarbeitet keine Käuferdaten.
[OFFEN: Löschfristen, Sperre nach Löschanfrage und Aufbewahrung (§ 6 Abs. 2, § 9) vor Launch mit Datenschutzberatung bestätigen.]
§ 1 Gegenstand und Dauer
- Gegenstand ist die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag des Händlers im Rahmen der App EuroKonform, nämlich:
- das Lesen von Bestellungen über die Shopify-Schnittstelle, das Erstellen, technische Prüfen, Speichern, Archivieren und Bereithalten von Rechnungen, Gutschriften und Stornorechnungen (ZUGFeRD, XRechnung)
- nur wenn der Händler es einschaltet: der Versand der Rechnungen per E-Mail an Käufer
- der Druck und Export von Rechnungen (ZIP, DATEV) auf Veranlassung des Händlers
- das Speichern von Hersteller-Profilen und Produktsicherheitsangaben (GPSR) in Shopify, soweit diese personenbezogene Daten enthalten, sowie die Abdeckungsprüfung der Produkte
- die Bearbeitung von Support-Anfragen, soweit dabei personenbezogene Daten aus dem Shop des Händlers zur Kenntnis gelangen
- Der Vertrag gilt, solange die App im Shop des Händlers installiert ist, und darüber hinaus, bis dropprinters alle Daten aus dem Auftrag gelöscht hat (§ 9).
- Daten, die dropprinters als eigene Verantwortliche verarbeitet (Shop- und Sitzungsdaten, Firmendaten und Einstellungen des Händlers), sind nicht Gegenstand dieses Vertrags; dafür gilt die Datenschutzerklärung.
§ 2 Art der Daten, Betroffene, Zweck
- Kategorien betroffener Personen: Käufer des Händlers (Endkunden und Ansprechpersonen von Firmenkunden und Behörden); Personen, deren Daten in Hersteller-Profilen enthalten sind (z. B. Einzelunternehmer); Personen, deren Daten im Support zur Kenntnis gelangen.
- Arten personenbezogener Daten:
- Bestelldaten: Bestellnummer und -datum, Positionen, Preise, Rabatte, Steuern, Versand, Trinkgeld, Währung, Zahlungsstatus
- Kontaktdaten: E-Mail-Adresse, Rechnungs- und Lieferadresse (Name, Firma, Anschrift, Land)
- Angaben aus Warenkorb-Attributen und Shopify B2B: USt-IdNr., Leitweg-ID, Firmenname
- Rechnungsdaten: Rechnungsnummer, Beträge, Prüfergebnis, Verlauf der Ereignisse (z. B. erstellt, gesendet, gedruckt, heruntergeladen)
- Protokolldaten: Zugriffe auf Käuferdaten (Zeitpunkt, Kennung der handelnden Person, betroffenes Dokument, Art und Grund des Zugriffs) und Eingang und Abschluss von Datenschutz-Anfragen
- GPSR: Name, Rolle, Anschrift, E-Mail-Adresse und Website von Wirtschaftsakteuren
- Telefonnummern und Standortdaten von Käufern werden nicht verarbeitet.
- Zweck: Erstellung, Prüfung, Zustellung, Archivierung und Bereitstellung von Rechnungen; Bereitstellung von Produktsicherheitsangaben auf den Produktseiten des Händlers.
- Besondere Kategorien personenbezogener Daten (Art. 9 DSGVO) werden nicht verarbeitet.
§ 3 Weisungen
- dropprinters verarbeitet die Daten nur auf dokumentierte Weisung des Händlers, es sei denn, eine gesetzliche Pflicht verlangt eine andere Verarbeitung; in diesem Fall teilt dropprinters dem Händler diese Pflicht vor der Verarbeitung mit, sofern das Gesetz dies nicht verbietet.
- Die Weisungen sind abschließend in diesem Vertrag, den Nutzungsbedingungen und den Einstellungen und Aktionen des Händlers in der App festgelegt (z. B. Einschalten der Rechnungen und des E-Mail-Versands, Anlegen und Zuordnen von Hersteller-Profilen, Export). Weitere Weisungen erteilt der Händler in Textform an support@dp-digital.de.
- Die unveränderbare Archivierung der Rechnungen für die gesetzliche Aufbewahrungsfrist (§ 9 Abs. 2) erfolgt auf Weisung des Händlers zur Erfüllung seiner Aufbewahrungspflichten; eine spätere Weisung zur Löschung kann dropprinters für diese Dateien technisch nicht vor Ablauf der Frist ausführen. dropprinters kann die Dateien eines Shops jedoch unlesbar machen, indem der Schlüssel des Shops vernichtet wird (§ 9 Abs. 3).
- Hält dropprinters eine Weisung für rechtswidrig, weist dropprinters den Händler unverzüglich darauf hin und darf die Ausführung bis zur Bestätigung aussetzen.
§ 4 Pflichten von dropprinters
- dropprinters verpflichtet alle Personen, die Zugriff auf die Daten haben, zur Vertraulichkeit. Zugriff auf die Produktionsumgebung haben ausschließlich die beiden Geschäftsführer.
- dropprinters trifft die technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO, die in Anlage 1 beschrieben sind. dropprinters darf sie weiterentwickeln, sofern das Schutzniveau nicht unterschritten wird.
- dropprinters verarbeitet die Daten ausschließlich in der Europäischen Union.
- dropprinters verkauft die Daten nicht, gibt sie nicht an Dritte weiter (außer an die Unterauftragsverarbeiter nach § 5) und nutzt sie nicht für eigene Zwecke, insbesondere nicht für Werbung, Profilbildung, Auswertungen über mehrere Shops hinweg oder das Training von KI-Modellen.
- dropprinters protokolliert jeden Zugriff auf Käuferdaten, den ein Mensch auslöst (Detailansicht, Download, Druck, Export), sowie jede Datenauskunft, und bewahrt dieses Protokoll 2 Jahre auf.
§ 5 Unterauftragsverarbeiter
- Der Händler genehmigt die folgenden Unterauftragsverarbeiter:
- Amazon Web Services EMEA SARL, Luxemburg: Server (Amazon EC2) mit Anwendung und Datenbank, Archiv und Datenbank-Sicherungen (Amazon S3), Schlüsselverwaltung für die Verschlüsselung (AWS Key Management Service), Ablage der App-Zugangsdaten (AWS Secrets Manager) und E-Mail-Versand (Amazon SES), jeweils in der Region eu-central-1 (Frankfurt am Main)
- Shopify International Ltd., Dublin, Irland: Speicherung der Hersteller-Profile (Metaobjekte) und Produkt-Metafelder im Shop des Händlers
- Hinweis: Die Datenbank (PostgreSQL) betreibt dropprinters selbst auf dem eigenen Server bei AWS; einen weiteren Datenbank-Anbieter gibt es nicht.
- dropprinters informiert den Händler mindestens 30 Tage vorher in der App oder per E-Mail über jede beabsichtigte Hinzuziehung oder Ersetzung eines Unterauftragsverarbeiters. Der Händler kann aus wichtigem datenschutzrechtlichem Grund widersprechen; bei einem Widerspruch kann er die App ohne weitere Kosten deinstallieren.
- dropprinters erlegt jedem Unterauftragsverarbeiter vertraglich Datenschutzpflichten auf, die diesem Vertrag im Wesentlichen entsprechen.
- Die Prüfung der Rechnungsdateien (Mustang, veraPDF, Prüftool der KoSIT) läuft auf dem Server von dropprinters; dafür werden keine Daten an Dritte übermittelt.
§ 6 Unterstützung bei Rechten der Betroffenen
- Wendet sich eine betroffene Person direkt an dropprinters, leitet dropprinters die Anfrage unverzüglich an den Händler weiter und beantwortet sie nicht selbst, soweit keine Weisung vorliegt.
- dropprinters unterstützt den Händler mit technischen und organisatorischen Maßnahmen bei der Erfüllung der Rechte nach Art. 15 bis 22 DSGVO. Ausgestellte Rechnungen ruft der Händler jederzeit in der App ab. Auf eine Auskunftsanfrage, die Shopify übermittelt (
customers/data_request), sendet dropprinters alle zu den genannten Bestellungen gespeicherten Daten als ZIP-Datei per E-Mail an die Kontaktadresse des Shops; ist die Datei größer als 20 MB, erhält der Händler einen Hinweis und die Daten auf Rückfrage über einen sicheren Weg. Bei einer Löschanfrage (customers/redact) bleiben ausgestellte Rechnungen wegen der Aufbewahrungspflichten des Händlers (§ 147 AO, § 14b UStG) erhalten, werden aber gesperrt (Art. 18 DSGVO): dropprinters bewahrt sie nur noch auf und versendet sie nicht mehr. Sonstige Daten zu den betroffenen Bestellungen löscht dropprinters. Eingang und Abschluss jeder Anfrage werden protokolliert. - dropprinters unterstützt den Händler außerdem bei den Pflichten nach Art. 32 bis 36 DSGVO (Sicherheit, Meldung von Verletzungen, Datenschutz-Folgenabschätzung, Konsultation).
§ 7 Meldung von Datenschutzverletzungen
- dropprinters meldet dem Händler eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten aus diesem Auftrag unverzüglich, nachdem sie dropprinters bekannt geworden ist, per E-Mail an die Kontakt-Adresse des Shops.
- Die Meldung enthält, soweit bekannt: Art der Verletzung, Kategorien und ungefähre Zahl der Betroffenen und Datensätze, wahrscheinliche Folgen, ergriffene oder vorgeschlagene Maßnahmen und eine Kontaktstelle. Informationen, die noch nicht vorliegen, reicht dropprinters schrittweise nach.
- Die Meldung an die Aufsichtsbehörde und die Benachrichtigung der Betroffenen obliegen dem Händler; dropprinters unterstützt ihn dabei, damit er die Frist von 72 Stunden nach Art. 33 DSGVO einhalten kann.
§ 8 Nachweise und Kontrollen
- dropprinters stellt dem Händler auf Anfrage die Informationen zur Verfügung, die zum Nachweis der Einhaltung dieses Vertrags erforderlich sind.
- Der Händler kann Kontrollen durchführen oder durch einen zur Verschwiegenheit verpflichteten Prüfer durchführen lassen, nach rechtzeitiger Ankündigung in Textform, während der üblichen Geschäftszeiten und ohne vermeidbare Störung des Betriebs. Vorrangig erfolgt der Nachweis durch schriftliche Auskünfte und Unterlagen.
§ 9 Löschung und Rückgabe
- Während der Laufzeit kann der Händler seine Rechnungen jederzeit als ZIP-Datei oder im DATEV-Format exportieren (Rückgabe).
- Die Rechnungsdateien (PDF, XML, Prüfbericht) liegen in einem Archiv mit Object Lock im Compliance-Modus. Sie können während der Aufbewahrungsfrist von 8 Jahren ab dem Ende des Ausstellungsjahres von niemandem geändert oder gelöscht werden, auch nicht von dropprinters, und werden nach Ablauf der Frist automatisch gelöscht.
- Nach der Deinstallation löscht dropprinters Sitzungen und Zugriffsschlüssel sofort, Hinweise zu Bestellungen ohne Rechnung, GPSR-Regeln und Abdeckungsdaten mit der Datenschutz-Anfrage
shop/redact(48 Stunden nach der Deinstallation). Rechnungen, Verlauf und alle übrigen Datenbankeinträge des Shops bleiben 90 Tage nach der Deinstallation für einen Export erhalten. Danach löscht dropprinters sie und vernichtet den Schlüssel des Shops; die Dateien im Archiv sind ab dann nicht mehr lesbar und laufen mit dem Ende ihrer Frist ab. Erhalten bleiben nur der Nummernkreis (ohne Personenbezug) und die Protokolle nach Abs. 6. [OFFEN: Export-Weg nach der Deinstallation festlegen (z. B. ZIP-Export auf Anfrage an support@dp-digital.de).] - Hersteller-Profile und Produkt-Metafelder liegen in Shopify; der Händler kann sie dort jederzeit ändern oder löschen.
- Angaben aus Support-Anfragen löscht dropprinters, sobald sie für den Zweck nicht mehr erforderlich sind, soweit keine gesetzliche Aufbewahrungspflicht besteht.
- Während der Laufzeit löscht dropprinters automatisch: Rechnungen und Verlauf in der Datenbank nach Ablauf der Aufbewahrungsfrist (8 Jahre ab Ende des Ausstellungsjahres), Hinweise zu Bestellungen ohne Rechnung 90 Tage nach ihrer Erledigung, Zugriffs- und Änderungsprotokolle nach 2 Jahren, interne Arbeitsaufträge (nur technische Kennungen) nach 30 Tagen.
- Datenbank-Sicherungen werden nach 35 Tagen gelöscht, Sicherungen auf dem Server nach höchstens 14 Tagen, Abbilder des Server-Datenträgers nach 7 Tagen. Bis dahin können sie bereits gelöschte Daten noch enthalten. [OFFEN: Wegen der Versionierung des Sicherungsspeichers werden abgelaufene Sicherungen derzeit erst 30 Tage später endgültig entfernt; Regel anpassen oder Höchstdauer hier angeben.]
§ 10 Haftung und Schlussbestimmungen
- Für die Haftung gilt Art. 82 DSGVO; im Übrigen gelten die Haftungsregeln der Nutzungsbedingungen.
- Bei Widersprüchen zwischen diesem Vertrag und den Nutzungsbedingungen geht dieser Vertrag in Fragen des Datenschutzes vor.
- Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand ist, soweit zulässig, Frankfurt am Main.
Anlage 1: Technische und organisatorische Maßnahmen (Art. 32 DSGVO)
Vertraulichkeit
- Hosting ausschließlich bei Amazon Web Services in der Region eu-central-1 (Frankfurt am Main); physische Sicherheit der Rechenzentren durch AWS
- Die Anwendung läuft in Docker-Containern auf Amazon EC2
- Administrativer Zugriff auf die Produktionsumgebung nur für die beiden Geschäftsführer
- Server-Zugang ausschließlich über AWS Systems Manager; kein SSH, kein Schlüsselpaar, von außen sind nur die Ports für HTTP und HTTPS erreichbar; die Datenbank ist nicht von außen erreichbar [OFFEN: Mehr-Faktor-Anmeldung für alle administrativen Konten bestätigen.]
- Minimale Rechte des Servers in AWS: Sicherungen nur schreiben, Archiv nur schreiben und lesen (kein Löschen), Schlüsselverwaltung nur Ver- und Entschlüsseln mit dem eigenen Schlüssel
- Die Anwendung nutzt ein Datenbankkonto ohne Recht, Rechnungen, Verlauf oder Protokolle zu löschen; Löschungen laufen ausschließlich über festgelegte Löschfunktionen der Datenbank
- Zugriffsprotokoll für jeden Zugriff auf Käuferdaten, den ein Mensch auslöst (Abschnitt Protokollierung)
- Test- und Produktionsumgebung getrennt (eigener Server, eigene Datenbank, eigene Speicher und Schlüssel, eigene Shopify-App); in der Testumgebung nur Testdaten
- Mandantentrennung: Jede Datenbankabfrage und jeder Zugriff auf das Archiv ist an den jeweiligen Shop gebunden; ein Shop sieht nie Daten eines anderen
- Aufrufe aus dem Shopify-Admin und aus den Admin-Erweiterungen werden über die Sitzungs-Token von Shopify geprüft
- Zugangsdaten zu Drittsystemen liegen in Secret-Speichern bzw. in der Server-Umgebung, nie im Quellcode
- Minimale Zugriffsrechte in Shopify (nur die für Rechnungen und GPSR nötigen Scopes)
Integrität
- Übertragung über das Internet ausschließlich verschlüsselt per TLS
- Anfragen von Shopify (Webhooks) werden über die Signatur von Shopify geprüft
- Ausgestellte Rechnungen sind in der Datenbank gegen Änderungen gesperrt; Korrekturen nur über Gutschrift oder Stornorechnung
- Unveränderbares Archiv: Amazon S3 mit Object Lock im Compliance-Modus, Sperrfrist 8 Jahre ab Ende des Ausstellungsjahres
- Prüfsumme (SHA-256) je Rechnungsdatei, die bei jedem Lesen aus dem Archiv geprüft wird; Prüfbericht je Datei
- Ver- und Entschlüsselung mit AES-256-GCM: Veränderte oder einem anderen Shop zugeordnete Daten lassen sich nicht entschlüsseln
- Lückenlose Nummernkreise durch Vergabe in einer Datenbanktransaktion
- Änderungen an der Anwendung nur über versionierten Quellcode; vor dem Ausrollen verpflichtend automatisierte Tests und Sicherheitsprüfungen nach interner Freigaberegel
Verfügbarkeit und Belastbarkeit
- Eingehende Webhooks werden in eine Warteschlange gestellt und mit Wiederholungen verarbeitet; fällt ein Dienst aus, werden Aufträge später nachgeholt
- Datenbanksicherung täglich in Amazon S3 (verschlüsselt, versioniert, Aufbewahrung 35 Tage); der Server darf Sicherungen nur schreiben, nicht lesen oder löschen. Zusätzlich eine Sicherung vor jedem Ausrollen und tägliche Abbilder des Server-Datenträgers (7 Tage). Keine Wiederherstellung auf beliebige Zeitpunkte (Point-in-Time-Recovery); im schlimmsten Fall gehen bis zu 24 Stunden Datenbankstand verloren, die Rechnungsdateien im Archiv sind davon nicht betroffen
- Regelmäßiger Wiederherstellungstest der Sicherungen in einer getrennten Wegwerf-Datenbank [OFFEN: erster Test steht aus.]
- Dokumentierter Rückweg auf die vorherige Version der Anwendung bei jedem Ausrollen
Verschlüsselung
- Transportverschlüsselung per TLS für jede Verbindung über das Internet
- Verschlüsselung ruhender Daten: Server-Datenträger und Abbilder verschlüsselt (Amazon EBS), Archiv und Sicherungen verschlüsselt (Amazon S3, serverseitige Verschlüsselung AES-256)
- Feldverschlüsselung auf Anwendungsebene mit einem eigenen Schlüssel je Shop (AES-256-GCM): Käuferdaten in der Datenbank, Dateien im Archiv (vor dem Hochladen verschlüsselt) und die Zugriffsschlüssel der Shopify-Schnittstelle
- Die Schlüssel der Shops liegen nur verpackt in der Datenbank; verpackt werden sie mit einem Hauptschlüssel im AWS Key Management Service (Frankfurt), gebunden an den jeweiligen Shop. Der Hauptschlüssel verlässt den Dienst nicht und wird jährlich rotiert
- Crypto-Shredding: Bei der Löschung eines Shops wird sein Schlüssel vernichtet; Käuferdaten und Archivdateien des Shops sind danach nicht mehr lesbar
- Die Verbindung zwischen Anwendung und Datenbank läuft innerhalb desselben Servers über ein internes, von außen nicht erreichbares Netz und ist nicht zusätzlich per TLS verschlüsselt
Protokollierung
- Verlauf je Rechnung (erstellt, geprüft, gesendet, gedruckt, heruntergeladen) zur Nachvollziehbarkeit
- Zugriffsprotokoll: jede Detailansicht, jeder Download, Druck und Export sowie jede Datenauskunft mit Zeitpunkt, handelnder Person, betroffenem Dokument und Grund; nur ergänzbar, nicht änderbar; Aufbewahrung 2 Jahre
- Protokoll der Änderungen an den Einstellungen, der Annahme dieses Vertrags und der Datenschutz-Anfragen (Eingang und Abschluss); Aufbewahrung 2 Jahre
- Technische Protokolle ohne personenbezogene Kundendaten: nur Felder aus einer festen Liste (Shop, technische Kennungen, Nummern, Codes), Fehlermeldungen werden von E-Mail-Adressen und Kontonummern bereinigt; Rotation nach Größe, ältere Einträge werden überschrieben [OFFEN: feste Höchstdauer der technischen Protokolle (Ziel 30 Tage) umsetzen.]
Verfahren zur regelmäßigen Überprüfung
- Interne Richtlinien zu Zugriff und Passwörtern sowie zum Umgang mit Sicherheitsvorfällen
- Sicherheitsprüfungen von Quellcode und Abhängigkeiten (Secrets, Sicherheitsmuster, bekannte Schwachstellen) vor dem Ausrollen nach interner Freigaberegel
- Überprüfung dieser Maßnahmen mindestens einmal jährlich und bei wesentlichen Änderungen
Datenminimierung und Löschung
- Käuferdaten werden nur aus der Bestellung gelesen (kein Zugriff auf den Kundenstamm), nur Name, Firma, Anschrift, E-Mail-Adresse und Angaben für die Rechnung; keine Telefonnummern, keine Standortdaten. Alle Abfragen an Shopify stehen an einer Stelle im Quellcode, ein automatischer Test verhindert weitere Felder
- Interne Arbeitsaufträge enthalten nur Kennungen; Käuferdaten werden bei Bedarf frisch bei Shopify geladen
- Hinweise zu Bestellungen ohne Rechnung enthalten nur Bestellnummer und Grund, keine Namen oder Adressen
- Keine Analyse-, Tracking- oder Fehlerberichtsdienste; der Theme-App-Block übermittelt keine Daten von Shop-Besuchern
- Automatische Löschung nach den Fristen in § 9 (täglicher Löschlauf)